Es ist eine Nacht, die nicht hätte passieren dürfen. Lea Thiel erscheint ohne Mantel, ohne Ankündigung — mit ihrem vierzehnjährigen Sohn Vincent und mit Spuren, die Agnes Dreger sofort erkennt, noch bevor ein Wort fällt.
Agnes ist keine Ärztin, keine Polizistin. Aber sie hält fest, was andere wegschauen. In einer losen Mappe, in Kürzeln — nicht nur Verletzung, sondern Gefahr.
In den mittelalterlichen Gassen von Monreal, dem Rauschen der Elz, der Löwenburg hoch über dem Ort beginnt eine Geschichte über das Schweigen, das schützt, das lügt — und das tötet. Über eine Frau, die Beweise sammelt, während die Uhr tickt. Und über einen Mann, dessen Macht auf der Stille anderer gebaut ist.
Ein Roman für alle, die wissen, wie es sich anfühlt, etwas zu sehen — und zu schweigen.